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Der texelsche Wald, De Dennen (Kiefernwald)

Die Produktion von Nutzholz war Ende des 19. Jahrhunderts der wichtigste Grund für die Anpflanzung des Waldes auf Texel. Der unfruchtbare Dünenboden zwischen Den Hoorn und De Koog wurde zum größten Teil umgepflügt und in kerzengeraden Reihen mit Bäumchen bepflanzt. Man pflanzte vor allem Kiefern, da diese auch auf nährstoffarmen Sandböden gedeihen. Kiefer heißt im holländischen DEN, daher bekam der Wald sehr bald den Namen De Dennen. Große Gruppen Waldarbeiter wurden auf die Insel geholt, um das Gebiet zwischen De Westen und dem Californiëweg urbar zu machen und die jungen Bäume zu pflanzen.

 

Nutzwald

Zu Beginn waren Naturschützer, wie zum Beispiel Jac. P. Thijsse, gegen die Anpflanzung von Wald auf Texel. Sie waren der Meinung, dass die einzigartige Insellandschaft beeinträchtigt würde und boten Widerstand. Die Nutzung des Holzes nahm nur geringe Ausmaße an und wurde stets nebensächlicher, langsam aber sicher wurde der Erholungswert des texelschen Waldes immer wichtiger. Auch der Standpunkt von Staatsbosbeheer (Forstamt), das einen großen Teil der texelschen Natur verwaltet, veränderte sich.
Seit den 70er Jahren ist Staatsbosbeheer vor allem mit der Wiederaufforstung und Entwicklung des texelschen Waldes beschäftigt sowie mit der weiteren Entwicklung der Erholung in der Natur, da das Bedürfnis an Naturerlebnissen stark gestiegen ist. Nicht nur bei Texelern, sonder auch bei Touristen, die unsere Insel besuchen.
Der texelsche Wald ist ein Teil des Nationaal Park Duinen van Texel und sehr beliebt bei sowohl Naturliebhabern als auch Erholungssuchenden. Es gibt immer mehr Möglichkeiten, um den Wald zu genießen. Er ist von Fahrrad-, Reiter- und Wanderwegen durchzogen, es wurden ein Mountainbikeparcours, ein Grillplatz und verschiedene Spielplätze im Wald angelegt.

 

Neue Arten

Das Anpflanzen des Waldes hat natürlich die ursprüngliche Landschaft verändert, aber hat auch dafür gesorgt, dass sich Brutvögel niedergelassen haben, die hier früher nicht vor kamen wie zum Beispiel das Wintergoldhähnchen oder die Tannenmeise. Im frühen Frühling erstrahlen große Flächen im Wald im Weiß der Schneeglöckchen, die hier früher kommerziell gezüchtet wurden. Der Name "De Dennen" passt eigentlich nicht mehr, denn im Laufe der letzten Jahre sind statt der Kiefern viele Laubbäume gewachsen und machen den Wald damit noch abwechslungsreicher.